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Corriere della Sera

SAN DIEGO (Kalifornien) – Die Musikstunde in der Schule? Sie ist ebenso wichtig wie Italienisch oder Geographie.Oder vielleicht wichtiger, sagen die Neurologiewissenschaftler. Warum haben das Hoeren von Beethoven, das Lernen ein Instrument zu spielen oder das Singen eines Liedes einen grossen Einfluss auf die sensitive und sachkundige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Es koennte auch eine gute Methode sein, um Personen zu helfen, die Sprachstoerungen haben wie Legasthenie und sogar Autismus. Musik und Sprachwahrnehmungsvermoegen haben sowohl mit dem sensitiven Nervensystem wie mit dem Zentrum der sachkundigen Entwicklung des Gehirns zu tun.

Laermende Klassen

“Das musikalische Erlebnis” – hat Nina Kraus gesagt, Triestinerin von Geburt , Professorin und Wissenschaftlerin an der Northwestern University von Evanston, Illinois, bei der jaehrlichen Zusammenkunft der Aaas ,(amerikanische Vereinigung fuer den Fortschritt der Wissenschaft)in San Diego – kann helfen, besser zuzuhoeren und die Stimmen zu isolieren auch in einer lauten Umgebung : diese Kapazitaet ist bei Musikern festgestellt worden.
Zum Beispiel die Mitglieder in einem Orchester haben die Faehigkeit bestimmte Signale zu erkennen um im richtigen Moment einzusetzen.
Die Forschung von Nina Kraus hat bewiesen, dass das Nervensystem auf den akustischen Anreiz der Sprache (d.h. denjenigen der spricht) und auf den musikalischen Anreiz (z.B. eines Liedes) sofort reagiert. (nach einigen Tausendstelsekunden) Die Musiker sind schneller als alle anderen.

Die Legasthenie

Nicht nur – fuegt die Wissenschaflerin hinzu – wir haben demonstriert, dass es die musikalische Erfahrung moeglich macht, andere Personen mit groesserer Leichtigkeit zu verstehen und die Intonation des Gespraechpartners aufzufangen. Aus diesem Grunde koennen Kinder mit musikalischer Erziehung sich besser konzentrieren und dem Lehrer zuhoeren auch in einer laermenden Klasse. Darum kann Personen mit legasthenischen oder sogar autistischen Problemen mit Musik geholfen werden. Jetzt wissen wir, dass die Musik – beendet Nina Kraus – den Ring unserer Sinnesorgane auf eine Weise modellieren kann, die eine Verbesserung der taeglichen Aktivitaeten , der Lektuere und dem Zuhoeren der “anderen” ermoeglicht.

Adriana Bazzi
abazzi@corriere.it